Samstag, 27. Mai 2017

Zwölftelblick im Mai

Die Bäume sind grün.

Es ist heiß, zu heiß für den Mai.

Aber die Sonne lacht vom blauen Himmel herunter...








Tabea sammelt Zwölftelblicke.

Freitag, 26. Mai 2017

Grundlos vergnügt

Nein, ich bin nicht grundlos vergnügt: Mir geht nur das Gedicht von Mascha Kaleko nicht mehr aus dem Sinn, seit ich es bei Annettes Frühlingsbüchlein mit gefunden habe.

Ich freue mich mal wieder riesig über die Frühlingspostaktion.

Annettes Buch sprüht vor Leben. Ihre grellen, leuchtenden Farben machen mir gute Laune.

Ich bin gespannt, was sie über die Herstellung berichten wird. Ich sehe feinste Stempel auf Gelatinedrucken, gewürzt mit gepressten Frühlingsblühern.

Herzliche Dank, liebe Annette, ich mag Dein Buch sehr.


























Von Susanne kam das kurze Gedicht "fly" in einem dünnen Büchlein zu mir geflogen.

Jedem Wort ist eine eigene Seite gewidmet.

Eigenartig: Ich schaffe es nicht, mir fliegende Gänseblümchen vorzustellen. Immer drängeln sich die Löwenzahnsegelschirme ins Bild.

























Ein weiteres Highlight für mich ist Angelikas Buch. Ich könnte stundenlang in Endlosschleife darin blättern.

Es ist ein Leporello, das sich beim Ansehen praktisch von selbst in der Hand wendet: frühlingsgrün, frühlingsblau, frühlingsgrün... und immer so weiter.

Ich fand schon den Umschlag mit dem großen Vogel umwerfend.





Innen zeigt das Leporello Frühlingsszenen mit Blüten, Blättern, Vögeln, einem Käfer...

Ich kann mich gar nicht satt sehen daran.

Dazwischen Gedankenklänge, Frühlingswünsche, zauberhaft.

Ich fühle mich Angelikas Bildern verwandt, besonders sichtbar in diesem Vogel. Was für eine gute Idee, dass wir uns zusätzlich Bücher angefertigt haben, was für ein Glück.

Michaela sammelt Frühlingspostbeiträge.

Dienstag, 16. Mai 2017

Buntes Gemüse
























Bei mir hat ein neues Hobby angeklopft: Gemüse milchsauer einlegen.

Erst war ich etwas skeptisch, aber: Versuch macht kluch!

Als ich die ersten Kohlrabi geerntet habe, tat es mir leid, die frischen, grünen Blätter einfach wegzuwerfen.

Ich schrubbelte sie also sauber, ließ sie trocknen, stampfte sie ins Glas und füllte mit 1,5%iger Salzlösung auf. Nun beobachtete ich das Glas Tag für Tag, ich sag Euch: Das ist spannender als Waschmaschine oder Fernseher. Am dritten Tag begann das Blubbern. Täglich entließ ich den Überdruck aus dem Glas und freute mich über den veränderten Duft.

Als am 8.Tag das Blubbern schon aufhörte, war ich ganz irritiert. Das hatte ich jetzt so nicht erwartet. Mutig kostete ich die Bescherung und siehe da: Es ist köstlich! Es ist zwar zu lesen, dass das fermentierte Gemüse noch Wochen braucht, um sein bestes Aroma zu entwickeln, aber das kann ich mir gar nicht vorstellen: Es schmeckt einfach wunderbar! Man sieht es am Glas rechts im Bild ganz oben: Es ist schon nach zwei Tagen fast leergefuttert.

Ich habe die sauren Blätter zusammen mit Rukola, einem süßen Apfel, etwas Öl und scharfem rotem Rettich zu einem Salat gemischt: Eine Geschmacksexplosion im Mund, ungelogen. Einen Rest habe ich für den Abend stehen lassen. Durchgezogen hatte der Salat einen runden, vollen Geschmack, aber gegen die Morgenvariante schmeckte er schon fast farblos.

Gestern und heute habe ich die nächsten Gläser angesetzt: Ich glaube, das Zeug macht süchtig.

Das obere Detailbild zeigt den gestrigen Ansatz: unten Bärlauchknospen, in der Mitte eine orangene Möhre, oben wieder das bewährte Kohlrabilaub.
Hier sieht man schon, dass die Gärung bereits gestartet ist, es bilden sich Gase zwischen dem Gemüse, die sich langsam ihren Weg nach oben suchen.

Im unteren Glas wohnen Mangoldstiele, rote Rettiche, weiße Eiszapfenradieschen und eine gelbe Möhre, bedeckt von einem Mangoldblatt.

Sauer macht glücklich, meinen auch Maria und Marco, die mich mit ihrer Begeisterung dazu gebracht haben, es sofort selbst auszuprobieren.

Sie haben Recht.
Ich werde kein Kohlrabiblatt mehr wegwerfen.

Ab zum creadienstag,
zu den Dienstagsdingen
und zu handmade on tuesday.



Montag, 15. Mai 2017

Sonnenstrahl auf Mandala

Montagsmandala (88)




Wieder habe ich die Messer in die Hand genommen und einen großen Stempel geschnitzt.
Und wieder habe ich die Zeit unterschätzt, die diese meditative Tätigkeit in Anspruch nimmt.

Dienstag, 9. Mai 2017

Die Bibliothek wächst

Im Rahmen der Frühlingspost sind drei weitere Bücher hier eingetroffen, eines schöner als das andere.

Evas Buch, das siebente unserer Gruppe, erreichte mich als erstes.

Auf wunderschönen, lebendigen Zeichnungen aben sich Worte niedergelassen, die wie Wünsche oder Versprechungen wirken, etwas antiquiert und sehr atmosphärisch.

Ich mag das Büchlein sehr.

























Von Martina, leider ohne Blog, kamen gleich zwei Büchlein an zum Thema "Was blüht denn da?", feinstens aufeinander abgestimmt.

Das erste Buch, "Frühlingsboten", ein Leporello, enthält Zeichnungen von Pflanzen, die auf der Rückseite ihren Namen verraten.

Das zweite Minibuch ist ein echtes "Herbarium" mit getrockneten Blüten, wie wir es früher im Heimatkunde-Unterricht gebastelt haben, natürlich nicht so zierlich und schön.

Ich bin total begeistert von dieser Idee und ihrer Umsetzung.

























Das dritte Büchlein dieser Runde kam außerhalb meiner Gruppe hier an.

Wir haben mit Andrea verabredet, dass wir uns ein zusätzliches Büchlein binden wollen, weil wir leider nicht in der gleichen Gruppe gelandet sind.

Andrea hat mit viel Liebe zum Detail Dichter-Texte illustriert.

Dabei hat sie auf unterschiedlichste Techniken zurückgegriffen: Collagen, Stempel, Gelatine- und Lavendeldruck, Buntstiftzeichnung, Acrylmalerei...

Am tiefsten hat mich beim ersten Durchblättern das Sonnenmandala berührt, zu einem Text von Hölderlin: "Die Sonne glänzt...", hach!, Gänsehaut!

Baum und Vogel waren auch dabei, wie schon in meinem :-)
Kamen sie einfach und wollten ins Buch? So wie bei mir?


























Die Müllerin sammelt alle Frühlingspostbeiträge.
Anke organisiert den creadienstag.

Montag, 8. Mai 2017

Wieder Zaunkönige

Montagsmandala (87)

 
































Wieder schmücken Zaunkönige meinen Mandalateller. Er ist größer als der erste.

Ich habe in ihm die letzte attraktive Tulpenblüte von Helmas Strauß drapiert, umgeben von Mutterkraut und Mauerpfeffer, die sich von selbst in meinem Garten angesiedelt haben.

Das Mutterkraut hilft gegen Kopfschmerzen und Menstruationsbeschwerden, Mauerpfeffer gegen Vitamin-C-Mangel. Beide Kräuter sollten allerdings nur in sehr kleinen Dosierungen zu sich genommen werden, da sie leicht giftig sind, worauf auch ihr bitterer Warngeschmack hinweist.

Es ist wie bei Schokolade: Die Menge macht das Gift. Nur dass man hier gar nicht erst in Versuchung gerät, sich größere Mengen einzuverleiben.

Bleibt gesund und glücklich!

Sonntag, 30. April 2017

Zwölftelblick im April

Die Birke bekommt Blätter, aber sehr zögerlich.

Der April hat sie mit Nachtfrösten und Schneeschauern überrascht.

Sonnenlicht war selten.


















Tabea sammelt Zwölftelblicke.